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Arbeitsplatzbeleuchtung im Büro: Für mehr Gesundheit & Produktivität

Falsche Arbeitsplatzbeleuchtung im Büro kostet Unternehmen täglich Produktivität und Mitarbeitergesundheit. Eine Fraunhofer IAO-Studie* mit über 2.000 Büroarbeitern deckt das Ausmaß auf: 40% leiden unter Augenermüdung durch Computer-Arbeit, 57% können ihre Beleuchtung nicht individuell anpassen, und 82% wünschen sich kombinierte Direkt-/Indirekt-Beleuchtung – die Möglichkeit dazu haben aber nur 38%.

Das Potenzial ist enorm: Richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz reduziert Fehler, steigert Konzentration und verbessert den Schlaf-Wach-Rhythmus messbar. Als Workplace-Experten mit über 60 Jahren kumulierter Erfahrung und mehr als 200 erfolgreichen Kundenprojekten entwickeln wir bei b-connect maßgeschneiderte Lichtkonzepte – von der Analyse bis zur schlüsselfertigen Umsetzung.

Das Wichtigste auf den Punkt

Die wichtigsten Erkenntnisse zur optimalen Arbeitsplatzbeleuchtung:

Warum die richtige Beleuchtung im Büro entscheidend ist

Die Auswirkungen von Arbeitsplatzbeleuchtung gehen weit über das reine Sehen hinaus. Licht beeinflusst fundamentale Körperfunktionen und bestimmt, wie leistungsfähig und gesund Ihre Beschäftigten arbeiten können.

Gesundheitliche Vorteile optimaler Bürobeleuchtung

Richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz schützt die Augen vor Überanstrengung und verhindert das typische Brennen und Trockenheitsgefühl bei Bildschirmarbeit. Gleichzeitig reduziert blendfreies Licht Spannungskopfschmerzen erheblich – ein häufiges Problem in deutschen Büros. Eine ergonomische Lichtplanung verhindert zudem ungesunde Zwangshaltungen, die Menschen einnehmen, um Blendungen oder Schatten auszugleichen.

Produktivitätssteigerung durch bessere Lichtverhältnisse

Ausreichend helles, aktivierendes Licht hält wach und fördert die Konzentrationsfähigkeit über den gesamten Arbeitstag. Die Fehlerquote bei Lese- und Detailarbeiten sinkt merklich, wenn die Ausleuchtung stimmt. Menschen arbeiten präziser und effizienter unter optimalen Lichtverhältnissen.

Einfluss auf den Biorhythmus

Licht steuert unsere innere Uhr und damit den Schlaf-Wach-Rhythmus. Neutralweißes Licht am Morgen wirkt aktivierend und fördert die Serotonin-Ausschüttung, während wärmeres Licht am Abend den Körper auf die Ruhephase vorbereitet. Dieser natürliche Rhythmus ist entscheidend für Wohlbefinden und Leistungsvermögen.

Gesetzliche Vorschriften & Normen im Überblick

Die Beleuchtung am Arbeitsplatz ist klar geregelt. Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, bestimmte Standards einzuhalten – sowohl zum Schutz Ihrer Mitarbeiter als auch für Ihre eigene Rechtssicherheit.

Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) & ASR A3.4

Die ASR A3.4 „Beleuchtung“ konkretisiert die Anforderungen der ArbStättV und definiert verbindliche Mindeststandards. Kernpunkte sind:
  • ausreichend Tageslicht,
  • Sichtverbindung nach außen und
  • angemessene künstliche Beleuchtung.
Arbeitgeber müssen eine Gefährdungsbeurteilung durchführen, die auch die Lichtverhältnisse umfasst. Bei Verstößen drohen Bußgelder und im Schadenfall Haftungsrisiken.

Wichtige Kennzahlen für die Praxis

Beleuchtungsstärke (Lux): Standard-Büroarbeitsplätze benötigen mindestens 500 Lux horizontal auf der Arbeitsfläche. Für technisches Zeichnen oder feine Montagearbeiten sind 750 Lux vorgeschrieben.

Blendungsbegrenzung (UGR): Ein Wert unter 19 (UGR < 19) ist für Bildschirmarbeitsplätze Pflicht, um störende Blendungen und Reflexionen zu vermeiden.

Lichtfarbe (Kelvin): Neutralweißes Licht mit etwa 4.000 Kelvin gilt als Standard für Bürobeleuchtung und fördert konzentriertes Arbeiten.

Farbwiedergabe (CRI/Ra): Ein Wert von Ra > 80 ist für Büros erforderlich, damit Farben natürlich und korrekt erscheinen.

Empfohlene Beleuchtungsstärke nach Tätigkeiten

  • Allgemeine Bürotätigkeiten, Schreiben, Lesen: 500 Lux
  • Technisches Zeichnen, feine Arbeiten: 750 Lux
  • Flure und umliegende Bereiche: 300 Lux
  • Lagerräume und Archive: 100-200 Lux

Eine fachgerechte Lichtplanung berücksichtigt alle diese Vorgaben und schafft gleichzeitig optimale Bedingungen für Ihre Beschäftigten.

Moderne Lichtkonzepte: Smart, gesund & effizient

Moderne Technologien gehen über die reine Helligkeit hinaus und passen das Licht dynamisch an Mensch und Umgebung an. Diese intelligenten Systeme maximieren Wohlbefinden und Energieeffizienz gleichermaßen.

Human Centric Lighting (HCL): Licht, das dem Menschen folgt

HCL-Systeme simulieren den natürlichen Tageslichtverlauf in Lichtfarbe und Intensität automatisch. Morgens aktiviert bläuliches Licht mit höherer Farbtemperatur den Körper, während warmes Licht am Abend die Entspannung fördert. Diese biologisch wirksame Beleuchtung unterstützt den Schlaf-Wach-Rhythmus, kann das berüchtigte „Mittagstief“ abmildern und steigert nachweislich das Wohlbefinden der Beschäftigten.

Smarte Lichtsteuerung für Komfort und Einsparung

Präsenz- und Tageslichtsensoren schalten oder dimmen Leuchten automatisch nach Bedarf. Dies ermöglicht Energieeinsparungen bis zu 70% und erhöht gleichzeitig den Nutzerkomfort erheblich. Individuelle Lichtszenen für verschiedene Tätigkeiten – von konzentrierter Einzelarbeit bis hin zu Meetings – lassen sich programmieren und per App steuern.

Sonderfall Home-Office: Flexible Lösungen für Zuhause

Im Heimbüro sind multifunktionale Leuchten gefragt. Eine hochwertige Schreibtischleuchte mit einstellbarer Farbtemperatur ist die wichtigste Investition für Produktivität und Augengesundheit. Indirektes Licht lässt sich durch clevere Platzierung von Steh- oder Wandleuchten erzeugen und schafft eine professionelle Arbeitsatmosphäre.

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FAQ

Gibt es gesetzliche Regelungen für die Arbeitsplatzbeleuchtung?

Ja, die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die Technische Regel ASR A3.4 legen verbindliche Mindestanforderungen fest. Diese umfassen Beleuchtungsstärke (mindestens 500 Lux für Büroarbeitsplätze), Blendfreiheit (UGR < 19) und Farbwiedergabe (Ra > 80). Arbeitgeber sind zur Einhaltung verpflichtet.

Für typische Büro- und Bildschirmarbeit sind mindestens 500 Lux auf der Arbeitsfläche vorgeschrieben. Bei anspruchsvolleren Sehaufgaben wie technischem Zeichnen werden 750 Lux empfohlen. Die Fraunhofer-Studie zeigt jedoch: Über 60% der Beschäftigten bevorzugen 800 Lux oder mehr.

Optimal ist eine Kombination aus Tageslicht, indirekter Grundbeleuchtung und einer dimmbaren Arbeitsplatzleuchte. Der Bildschirm sollte parallel zum Fenster stehen, um Reflexionen zu vermeiden. LED-Leuchten mit neutralweißem Licht (4.000 Kelvin) und UGR < 19 sind ideal.

Der UGR-Wert (Unified Glare Rating) misst die psychologische Blendung. Für Bildschirmarbeitsplätze ist ein Wert von UGR < 19 gesetzlich vorgeschrieben, um störende Reflexionen und Augenbelastung zu minimieren.

Neutralweißes Licht mit etwa 4.000 Kelvin gilt als idealer Kompromiss für Bürobeleuchtung. Es fördert eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre, ohne zu steril oder ungemütlich zu wirken. Human Centric Lighting-Systeme können die Farbtemperatur tageszeitlich anpassen.

Falsche Lichtverhältnisse verursachen Kopfschmerzen, Augenermüdung und Müdigkeit. Langfristig können Schlafstörungen und eine erhöhte Fehlerrate auftreten. Die Fraunhofer-Studie bestätigt: 40% der Büroarbeiter leiden unter Augenermüdung durch ungeeignete Beleuchtung.

*Quelle: Fraunhofer IAO-Studie

Der Experte für Akustik und Lichtplanung.

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